Petra Sewing Mestre Neue Vorsaetze 2021

Neue Vorsätze für das neue Jahr? Nein, danke – die alten sind noch fast ungebraucht!

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1. Januar 2021

Oder auf den Kern des ganzen Themas gebracht: Wie kann Veränderung wirklich gelingen?

Wer kennt das nicht: Man schwebt an Silvester in höheren Sphären – es sei dahingestellt, ob die Ursache die Aussicht auf das frische neue Jahr mit all seinen Möglichkeiten oder lediglich der Silvester-Champagner ist – und nimmt sich hochmotiviert alles Erdenkliche vor.

Schlank werden, mehr Sport machen, nicht mehr zu rauchen, gelassener zu werden – wir kennen sie alle, diese wunderbaren Geistes- und Gefühlszustände. Aber die Katerstimmung trifft uns meistens auch alle. Die einen bereits am Tag danach, die anderen dann, wenn die Vorsätze mal wieder aufgegeben werden (wie so oft) und der Schweinehund in der Ecke sitzt und hämisch lacht.

Auch ich selbst konnte mich lange Zeit nicht aus diesem jährlichen Trauerspiel befreien: 

Ich habe ganze Sammlungen von Notizbüchern und Agenden, in denen ich mein neues Leben farbenfroh und detailliert geplant – und doch nie umgesetzt habe. Meistens machte sich schon Mitte Februar der erste Frust breit. Ich fühlte mich charakterlich schwach, unfähig zur Disziplin und das Ziel war auch noch in weiter Ferne nicht in Sicht. Kein schönes Gefühl, eher die Bestätigung, irgendwie doch zum Club der Versager zu gehören!

Lange Zeit habe ich über diesen immer gleichen Ablauf nachgedacht, mit Menschen gesprochen, denen es auch so geht (es waren zum Glück sehr viele) und überlegt, wie ich diesen ewig gleichen Ablauf beenden könnte. Sich gegen alle Veränderungen und das Erreichen neuer Ziele zu entscheiden, war irgendwie ja auch keine Lösung. Blöderweise hatte ich auch immer mehr erkannt, dass nicht die Umstände oder andere Menschen an meinem Unglück schuld waren. Einem Sündenbock die Schuld für meine Unzufriedenheit in die Schuhe zu schieben, war bis dahin eine ganz tolle und unbemerkt praktische Lösung gewesen, nicht die Verantwortung für das eigene Leben übernehmen zu müssen!

Dann kam ich plötzlich auf die Idee, das Pferd quasi von hinten aufzuzäumen: Ich stellte mir vor, wie ich mich eigentlich genau fühlen wollte, wenn ich mein Ziel erreicht hätte. Und diese Vorstellung musste über ein lapidares und undifferenziertes «Ich will mich gut fühlen.» hinausgehen. Die Lösung war das Visionieren des Endzustandes in allen Facetten und der Schwerpunkt lag dabei auf dem Fühlen.  Mit dieser Methode konnte ich mir den Zwang nehmen, mich nur auf das eine grosse Ziel zu fokussieren. Die Angst vor dem Nicht-Erreichen wurde kleiner, grösser wurde die Lust, das angestrebte Gefühl schon vor dem Erreichen des Endziels zu spüren und in den Alltag einzubauen. 

Für das Funktionieren meines intuitiven Vorgehens fand ich vor einigen Jahren sogar die wissenschaftliche Bestätigung. In der neurowissenschaftlichen Forschung wurde inzwischen nachgewiesen, dass unser Gehirn überlistet werden kann, wenn man geschickt vorgeht.

Es kann nicht unterscheiden, ob bestimmte Denkinhalte wirklich geschehen sind oder ob sie rein mental zum Bestandteil des Gedankenguts und damit der Gefühlswelt geworden sind. Auf diesem Prinzip beruht vereinfacht ausgedrückt auch die Wirkungsweise der Meditation oder des mentalen Trainings, wie es z.B. von Sportlern angewendet wird.

Da ich sehr gerne versuche, in meiner Arbeit kreativ und intuitiv vorzugehen, habe ich auf die Methode des Visionboards zurückgegriffen, die ich dir sehr ans Herz lege, um das erstrebte Gefühl – ohne grosse gedankliche Arbeit – in dein Leben zu holen und zu verankern. Du kannst dir eine Pinnwand mit Bildern anlegen, die dich ansprechen und etwas in dir auslösen – entweder ganz einfach mit Schere und Klebstoff oder auch virtuell z.B. auf Pinterest. Wichtig ist, dass du dich in diesem Prozess von deinem Gefühl leiten lässt. Es ist nicht wichtig, dass du weißt, warum dich die Bilder ansprechen. 

Ich habe ich immer wieder die Erfahrung gemacht, dass den Frauen bei dieser kreativen Arbeit ganz plötzlich klar wurde, um was es in ihrer Collage und auch in ihrem Leben geht. Plötzlich ist die Essenz der Erkenntnis da. Wenn du selbst diese erstaunliche Erfahrung machen möchtest und erfahren willst, wie Veränderung in deinem Leben auf sanfte Weise gelingen kann, , so bist du herzlich zu meinen Seminaren in der Frauenakademie Luzern willkommen.

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