Meine Vision 2

Meine Vision – meine Motivation

Seit Gründung der Frauenakademie Luzern im Oktober – mitten im Corona-Jahr 2020 – wurde ich immer wieder gefragt, welche Gründe mich zu diesem Schritt bewogen haben. Ich habe lange darüber nachgedacht und muss alle enttäuschen, die jetzt eine Antwort in zwei Sätzen erwarten: Für mich hat sich mit der Gründung der Frauenakademie mein Lebenskreis geschlossen, was natürlich nicht heisst, dass jetzt das Ende zu erwarten ist – ganz im Gegenteil: Mit der Frauenakademie möchte ich meine absolute Nr.1-Herzensangelegenheit verwirklichen und etwas ganz Grosses und Grossartiges in die Welt bringen, nicht mehr und nicht weniger!

Seit meiner Kindheit war ich eigentlich immer ein recht nachdenklicher Mensch und habe viel über die Fragen des Lebens nachgedacht:

  • Warum führen wir das Leben, das wir führen?
  • Bin ich glücklich mit dem Leben, wie ich es führe?
  • Wer bestimmt, dass ich so lebe, wie ich lebe?
  • Muss es immer so bleiben, wie es ist?
  • Könnte es auch ein anders sein?

Und die Frage aller Fragen:
Warum bin ich eigentlich hier und was ist der Sinn meines Lebens?

Das Leben hat mich an viele Stationen geführt, ich habe viel gelernt und gesehen, habe im In- und Ausland gelebt, viele Menschen kennengelernt, habe Höhen und Tiefen erlebt – und immer diese Fragen im Blick gehabt. Und je mehr ich sah, hörte und erlebte, desto klarer wurden mir die Antworten auf diese Fragen und ich kam zu der Überzeugung, dass der Schlüssel für unser persönliches Glückskästchen in uns liegt.

Wir können Antworten auf diese Fragen finden und ein Leben führen, von dem wir träumen, wenn wir die Verantwortung dafür in unsere Hände nehmen.

In den letzten Jahren habe ich ganz besonders gespürt, wie ich als Frau von der Kraft und Solidarität anderer Frauen getragen werden und profitieren kann. Ich finde es wichtig, in dieser Gemeinschaft zu sein, unterstützt von Frauen jeden Alters und jeglicher Herkunft.

Ein weiterer Mosaikstein kam zu meinem eigenen Wachstumsprozess hinzu, als ich das «Affidamento-Prinzip» kennenlernte. «Affidamento» ist ein Begriff, der in der Diskussion italienischer Feministinnen in Mailand und in der Philosophinnengemeinschaft «Diotima» der Universität von Verona entstanden ist. Kernpunkt dieser Haltung ist die Solidarität unter Frauen und die Überzeugung, dass Beziehungen zwischen Frauen die Grundlage für weibliche Freiheit sind.

Vor diesem Hintergrund ist mein Bedürfnis – und eigentlich auch die Aufgabe meines Lebens gereift:

Ich möchte Frauen stark machen, damit sie auf die Fragen, die das Leben Ihnen stellt, eine Antwort finden.

Mit der Frauenakademie Luzern habe ich einen Ort geschaffen, an dem Frauen genau zu dem Leben kommen können, das zu 100 Prozent ihnen entspricht.

Jede Frau darf sich bei uns angenommen, wertgeschätzt und unterstützt fühlen –
und das in jeder Beziehung.

Es ist mein Traum und meine absolute Herzensangelegenheit, dass die Frauenakademie Luzern ein Ort von gelebter Solidarität ist. Hier sollen unsere Werte lebendig werden:

Freiheit, Klarheit, Einzigartigkeit, Selbstbestimmung und Wachstum

Ganz besonders liegt mir am Herz, diese Werte auch im Zusammenleben und -arbeiten
mit meinen Kolleginnen zu verwirklichen. Ich wünsche mir deshalb:

Kooperation statt Konkurrenz
Gemeinsamkeit statt Einzelkämpfertum
Wertschätzung und gegenseitige Unterstützung

Ich bin davon überzeugt, dass das Leben nicht einfach so passiert. Ich möchte wahrhaftig sein und die volle Verantwortung für mein Leben übernehmen. Wonach ich im Leben strebe und es danach ausrichte, ist im folgenden Gedicht «Die fünf Freiheiten» der amerikanischen Psychotherapeutin Virginia Satir zusammengefasst:

Die Freiheit zu sehen und zu hören,
was im Moment wirklich da ist,
anstatt das, was sein sollte, gewesen ist
oder erst sein wird.

Die Freiheit, das auszusprechen,
was ich wirklich fühle und denke,
und nicht das, was von mir erwartet wird.

Die Freiheit, zu meinen Gefühlen zu stehen,
und nicht etwas anderes vorzutäuschen.

Die Freiheit, um das zu bitten, was ich brauche,
anstatt immer erst auf Erlaubnis zu warten.

Die Freiheit, in eigener Verantwortung Risiken einzugehen,
anstatt immer nur auf «Nummer sicher zu gehen»
und nichts Neues zu wagen.

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